Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte
 
 
Gedenkstätte: Pfaffengasse 18 | Verwaltung: Untere Straße 27 | 69117 Heidelberg
 
Tel.: 06221/9107 - 0 | Fax: 06221/9107 - 10
 
E-Mail: friedrich@ebert-gedenkstaette.de
 
 
     
   
 
     
 
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Die Dauerausstellung Raum 5

 

 

Friedrich Ebert und die SPD im Ersten Weltkrieg

 

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs geht der Kaiser auf die Sozialdemokratie zu. Im Reichstag stimmen alle Parteien für Kriegskredite, auch die SPD. Der erhoffte kurze Waffengang wächst sich jedoch zu einem Weltkrieg aus, der in einem System von Gräben und Stacheldraht erstarrt. Der Krieg wird immer mehr zu einer Materialschlacht. Zwei der vier Söhne Friedrich Eberts fallen im Krieg: Heinrich und Georg. Ende September 1918 zeichnet sich die militärische Niederlage Deutschlands ab.

Friedrich Ebert hält die SPD auf Burgfriedenskurs, gegen den sich eine stetig wachsende innerparteiliche Opposition formiert. 1917 kommt es zur Parteispaltung und zur Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD).

Ein stilisierter Schützengraben mit großformatigen Fotos, Wochenschauaufnahmen und Gucklöchern, die Einblicke in die Heimatfront bieten, macht die Schrecken des Krieges erfahrbar und zeigt das Leid in der Heimat. Vor diesem Hintergrund wird der Spaltungsprozess der SPD in einer Schauwand nachgezeichnet.

 

 

 

 

 

     

 

 

Durchgang Raum 5 zu Raum 6

 

Die Revolution

 

Gegen Widerstände aus den eigenen Reihen führt Friedrich Ebert die SPD im Oktober 1918 in die erste parlamentarisch abgestützen Regierung unter Reichskanzler Max von Baden, der Vertreter der Mehrheitsparteien angehören. Die Verfassungsreformen kommen jedoch zu spät: Die Revolution ist nicht mehr aufzuhalten. Reichskanzler Prinz Max von Baden verkündet die Abdankung Kaiser Wilhelms II. und überträgt Friedrich Ebert das Amt des Reichskanzlers.

Der Durchgang zu Raum 6 liefert in eindrucksvollen Bildern Eindrücke von der Revolution, jener von den Seehäfen ausgehenden revolutionären Welle, die die Kronen der Fürsten wegspült. Die Ereignisse des 9. November stehen dabei im Mittelpunkt.