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In den letzten Monaten des alten Reichstages war er Vorsitzender des Haushaltsausschusses. In den Wochen vor Ausbruch der Revolution hat Ebert in mehrfachen Besprechungen der Reichsregierung den Ernst der Situation vorgestellt. Nach Ausbruch der Revolution erschien er am 9. November vormittags mit einer Deputation von Abgeordneten und Arbeitern bei der Reichsregierung und begründete die Notwendigkeit einer sozialdemokratischen Reichsregierung. Am gleichen Tage übernahm er mit Zustimmung seiner Partei das ihm von der Reichsregierung übertragene Amt des Reichskanzlers. Die bisherigen Staatssekretäre berief Ebert am nächsten Tage noch einmal zu einer Sitzung, um über die Waffenstillstandsbedingungen Mitteilung zu machen und Kenntnis zu geben von einer Depesche der Obersten Heeresleitung, in der schnelle Annahme der Bedingungen verlangt wurde. Die bisherigen Staatssekretäre lehnten ab, dazu Stellung zu nehmen, wonach Ebert die Waffenstillstandskommission zur Annahme der Bedingungen bevollmächtigte. Am gleichen Tage wurde zur Leitung der Reichsgeschäfte der Rat der Volksbeauftragten gebildet. Ebert war bis zur Wahl zum Reichspräsidenten dessen Vorsitzender." |