Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte
 
 
Gedenkstätte: Pfaffengasse 18 | Verwaltung: Untere Straße 27 | 69117 Heidelberg
 
Tel.: 06221/9107 - 0 | Fax: 06221/9107 - 10
 
E-Mail: friedrich@ebert-gedenkstaette.de
 
 
     
   
 
     
 
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Museumspädagogik

 

 

Besondere Angebote

Mit den nachfolgend skizzierten Angeboten werden Dozenten, Lehrer, Studierende und Schüler aller Schularten angesprochen. Grundvoraussetzung im Vorfeld ist lediglich eine Portion Motivation. Genauso selbstverständlich ist, dass bestimmte Veranstaltungsarten – wie zum Beispiel das Seminar – an die Teilnehmer hinsichtlich ihrer kognitiven Fähigkeiten, Belastbarkeit und Kompetenzen besondere Anforderungen stellt. Diese realistisch einzuschätzen und dann im Gespräch mit dem Museumspädagogen das Passende zu planen, ist Aufgabe des Lehrers.

Als „kleine“ Lösung bietet sich ein auf drei oder vier Kernpunkte konzentrierter Rundgang an; er kann auf circa 45 Minuten beschränkt bleiben. Welches diese Kernpunkte sind beziehungsweise auf welche Themen verzichtet werden soll, wird zusammen mit dem Geschichtslehrer besprochen. Diese verkürzte Führung kann noch mit einem Film kombiniert werden. Um einen (ersten) Überblick über die Zeit Friedrich Eberts und die Inhalte der Ausstellung zu geben, wird solch ein Film (ca. 18 Min.) in der Backstube der Gedenkstätte angeboten.  

  Vorbereitungsintensiver für beide Seiten ist ein – meist halbtägiges – Seminar. In der Vergangenheit beschäftigten sich Schüler und Studierende bei diesen Gelegenheiten vielfach intensiv mit der Person Friedrich Eberts, aber auch mit den Themen „Krieg und Frieden“, „Revolution(en) und demokratischer Neubeginn“, „Revolution in der Region“, „Wandel in der Arbeitswelt und im Berufsleben“ – um nur einige Beispiele zu nennen. Bewährt hat sich dabei oft ein Einstieg mittels Quellenarbeit, wie z. B. zum Thema „Arbeitszeit“. Genutzt werden diese Angebote auch im Rahmen des „Fächerübergreifenden Unterrichts“.

Offen ist die Gedenkstätte auch für Schüler, die ein Referat, eine „Besondere Lernleistung“ oder eine „GFS“ (Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) planen. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Formen und Inhalte der GFS bewusst sehr offen gehalten sind, hat sie in den vergangenen Jahren zu einer festen Einrichtung in der Ebert-Gedenkstätte werden lassen. Die Schüler erhalten vor Ort Hilfestellung was zum Beispiel die wissenschaftliche Recherche angeht. Die circa 7.500 Bände umfassende Bibliothek der Gedenkstätte ist hierfür ein bewährter Ort. Die Schüler erhalten die Gelegenheit, an Führungen teilzunehmen, bevor sie dann selbst als „GFS“ ihre Mitschüler durch die  ständige Ausstellung der Gedenkstätte – durchaus aber auch einmal eine Sonderausstellung – führen. Ob die Schüler dabei durch alle zehn Räume der ständigen Ausstellung führen oder sich auf bestimmte Themenkomplexe beschränken, ob sie sich die Führung mit einem Mitschüler teilen, hängt von den Hinweisen und Vorgaben ihres Lehrers ab.

Gleichermaßen interessant ist die Friedrich-Ebert-Gedenkstätte für Schüler, die im Hinblick auf die schriftliche Abiturprüfung in Geschichte ein „Weimar-nahes“ Schwerpunktthema wählen. Schüler, die längerfristig planen, können von Führungen, Vorträgen und insbesondere der Möglichkeit, in der Gedenkstättenbibliothek zu arbeiten, erheblich profitieren. Für manche Schüler ist Geschichte auch ein Teil der beruflichen Planungen. So haben bereits mehrere Schüler der gymnasialen Oberstufe in der Gedenkstätte ein einwöchiges Praktikum („BOGY“) absolviert und Einblick in die Museumspädagogik und das Ausstellungswesen gewinnen können.