Programm zum 100. Jubiläum der Wahl Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten

Anfang November 1918 wurde der Ruf nach Frieden, Freiheit, Brot und Abdankung des Kaisers immer lauter. Ausgehend von den meuternden Matrosen in den Nord- und Ostseehäfen breitete sich die Revolution in ganz Deutschland aus. Am 9. November 1918 verkündete Prinz Max von Baden angesichts der drohenden Kriegsniederlage und der um sich greifenden Revolution die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. Er übergab die Regierungsgeschäfte an den sozialdemokratischen Parteivorsitzenden Friedrich Ebert. Ebert wurde damit zu einer Schlüsselfigur in einem durch Kriegseinsatz und Revolution geschwächten Reich. Ebenfalls am 9. November rief Philipp Scheidemann, Co-Vorsitzender der SPD neben Friedrich Ebert, die Republik aus. Das Kaiserreich war am Ende.
Der Rat der Volksbeauftragten aus jeweils drei Vertretern von SPD und USPD nahm am 10. November seine Arbeit auf. Die neue Regierung stand vor einer schwierigen Aufgabe. Die Spannungen im Inneren verschärften sich und die Einheit des Reiches war gefährdet. Trotz der Belastung gelang es der Revolutionsregierung, die drohende Katastrophe abzuwenden und den Weg in die Demokratie zu bahnen.

Die ersten wirklich allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlen in Deutschland fanden am 19. Januar 1919 statt. Erstmals durften auch Frauen wählen und gewählt werden. Am 6. Februar eröffnete Friedrich Ebert die aus den Wahlen hervorgegangene Nationalversammlung im Weimarer Nationaltheater. Das Reichsparlament wählte ihn am 11. Februar 1919 mit großer Mehrheit zum Reichspräsidenten. Als erstes demokratisches Staatsoberhaupt der deutschen Geschichte leistete Ebert bis zu seinem Tod 1925 einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung der jungen Weimarer Demokratie. Trotz aller persönlichen Verleumdungen, derer er sich erwehren musste, und trotz der immer wieder instabilen politischen und wirtschaftlichen Lage der jungen Republik gelang es ihm in seiner Amtszeit, die parlamentarische Demokratie in Deutschland zu sichern und zu festigen.
 

Zum 100. Jahrestag der Wahl Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten bietet die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte ein vielfältiges Programm im Friedrich-Ebert-Haus an.

Jubiläumsprogramm

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