Sonderausstellung "Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 bis 1933"

Laufzeit: 1. Mai bis 27. Juni 2021

Vom 1. Mai bis 27. Juni 2021 zeigt das Friedrich-Ebert-Haus die Sonderausstellung „Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 bis 1933“. Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V. wurde nach den schweren politischen Unruhen des Jahres 1923 als parteiübergreifende Organisation zum Schutz der Weimarer Republik gegründet. Sozialdemokraten, Mitglieder der Deutschen Demokratischen Partei und des Zentrums engagierten sich hier für die Festigung der Republik und für die Achtung der Verfassung.

Dem Reichsbanner gehörten vor allem ehemalige Soldaten des Ersten Weltkrieges an. Anders als der rechtsextreme Wehrverband Stahlhelm oder der Rote Frontkämpferbund der Kommunistischen Partei Deutschlands engagierten sich seine Mitglieder für die noch junge deutsche Demokratie. Schnell entwickelte sich das Reichsbanner zu einer Massenorganisation mit bis zu drei Millionen Mitgliedern.

Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main, S6b-75,240/ Karl Wisselinck

Der Verband wollte eine demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung verankern. Nach dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1930 verstärkte das Reichsbanner seinen Einsatz gegen die nationalsozialistische Gewalt. Gewerkschaften, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Reichsbanner und Arbeitersportorganisationen schlossen sich Ende 1931 zur Eisernen Front zusammen. Doch mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 war die Niederlage der Republikaner besiegelt. Am 19. Februar 1933 kam es ein letztes Mal zu einer großen Freiheitskundgebung des Reichsbanners vor dem Berliner Schloss. Kurz darauf wurde das Reichsbanner verboten, seine Aktivisten verfolgt, inhaftiert und ins Exil getrieben.

Die von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitete Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und seinen Einsatz für die demokratische Republik von Weimar anhand von Fotos und Dokumenten.

Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr

Ab einem Inzidenzwert von 50 ist eine vorherige Terminvereinbarung nötig:
telefonisch unter 06221/9107-17 oder per E-Mail an foyer@ebert-gedenkstaette.de .

 

Kontakt

Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Pfaffengasse 18
69117 Heidelberg
Tel.: 06221/9107 - 0
Fax: 06221/9107 - 10  
E-Mail: friedrich@ebert-gedenkstaette.de

Die Dauerausstellung

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