Sonderausstellung "Helmut Schmidt - 100 Jahre in 100 Bildern"

7. April bis 24. Juli 2022

Helmut Schmidt in der Redaktion DIE ZEIT, 2000
Foto: Uwe Aufderheide – Helmut Schmidt in der Redaktion DIE ZEIT, 2000

Die Fotoausstellung „Helmut Schmidt – 100 Jahre in 100 Bildern“ zeichnet die facettenreiche Biografie Helmut Schmidts in einer spannenden Retrospektive nach und führt zugleich durch 100 Jahre deutsche Zeitgeschichte. Die Bilder bieten einen einzigartigen Überblick über ein Jahrhundertleben und stellen den Politiker, Publizisten und Elder Statesman persönlich vor, ebenso wie die für ihn zentralen Themen und zeitgeschichtlichen Ereignisse.


Die Ausstellung der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung präsentiert sowohl offizielle Bilder seiner politischen Laufbahn als auch private Motive, staatstragende Momente ebenso wie spontane unerwartete Schnappschüsse. Ergänzt werden die Fotos durch historische Objekte aus dem Bestand der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung sowie durch Fotos der Rhein-Neckar-Zeitung von Besuchen Helmut Schmidts in Heidelberg in den Jahren 1967 und 1981. Außerdem können wir Dank der Leihgaben des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma die Anerkennung des NS-Völkermords an Sinti und Roma durch Helmut Schmidt 1982 in unserer Ausstellung thematisieren.

Der Eintritt ist frei. Kostenlose Führungen für Gruppen auf Anfrage (foyer@ebert-gedenkstaette.de).

Der Katalog zur Ausstellung ist für 19,90 Euro im Friedrich-Ebert-Haus erhältlich.

Ein paar Bilder

Porträt Helmut Schmidt als Kind 1925

1925
Hamburg
Foto: Helmut Schmidt-Archiv, Hamburg

Bonn, 16. Mai 1974
Bei der Vereidigung zum fünften Bundeskanzler durch Bundestagspräsidentin Annemarie Renger. Schmidt hatte sich durch seine schnelle Auffassungsgabe, Sachkompetenz, Fleiß und Ehrgeiz schon früh für diese höchste Aufgabe empfohlen. Seine Regierungserklärung steht unter dem Motto »Kontinuität und Konzentration«. Grundsätzlich knüpft er an die Politik seines Vorgängers Willy Brandt an. Die globale Wirtschaftskrise fordert aus seiner Sicht jedoch mehr »Realismus und Nüchternheit«. Dieser neue, pragmatische Politikstil unterscheidet ihn von seinem Vorgänger.
Foto: Sven Simon

Helmut Schmidt beim Bundestagswahlkampf 1976 im Kulturzentrum "Fabrik" in Hamburg

Hamburg-Altona, Sommer 1976
Bundestagswahlkampf im Kulturzentrum »Fabrik«. Unter dem Slogan »Modell Deutschland« versucht die SPD, sozialdemokratische Positionen zu verdeutlichen. Dabei geht es insbesondere um ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg und sozialem Ausgleich. Für Schmidt sind Chancengerechtigkeit und Wohlstand für möglichst viele eine Grundvoraussetzung für eine stabile Demokratie. Diese sieht der 1918 geborene Schmidt gerade in Zeiten internationaler Wirtschaftskrisen latent bedroht.
Foto: Michael Wohl-Iffland (Foto unveröffentlicht)

Helmut Schmidt mit seiner Frau Loki auf Sanibel Island (US-Bundesstaat Florida

Mit Loki auf Sanibel Island (US-Bundesstaat Florida), 26. Dezember 1981
Die Schmidts waren 68 Jahre lang verheiratet. Erst kurz vor seinem Tod schreibt Schmidt in seinem letzten Buch »Was ich noch sagen wollte« von der Beziehung zu einer anderen Frau. »Es muss Ende der sechziger oder Anfang der siebziger Jahre gewesen sein, als Loki mir deswegen die Trennung angeboten hat. Ich war völlig fassungslos: Ich kann mich doch nicht von dir trennen. Es war in meinen Augen eine ganz und gar abwegige Idee – aber für Loki war es bitterer Ernst.«
Foto: Andrew Pearson, Associated Press / Deutsche Presse-Agentur

Eindrücke von der Eröffnung am 6. April 2022

Eröffnet wurde die Ausstellung am 6. April durch den Kurator der Ausstellung Dr. Magnus Koch von der Bundeskanzler Helmut-Schmidt-Stiftung. In seinem Eröffnungsvortrag ging Koch auch auf die geschickte Selbstdarstellung Schmidts ein: Neben dem schriftlichen Wort und seinen Auftritten im Fernsehen, nutzte Helmut Schmidt auch die Fotografie, um sein Bild in der Öffentlichkeit aktiv zu gestalten.

 

Kontakt

Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Pfaffengasse 18
69117 Heidelberg
Tel.: 06221/9107 - 0
Fax: 06221/9107 - 10  
E-Mail: friedrich@ebert-gedenkstaette.de

Die Dauerausstellung

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