Führungsangebote

Aktuell bieten wir Ihnen folgende Vermittlungsangebote an. 2022 werden weitere Themenführungen und Vertiefungen hinzukommen.

Für Grundschulen

Wie lebte man als Kind eines Handwerkers im 19. Jahrhundert?

Überblicksführung durch die Geburtswohnung des Schneidersohnes Friedrich Ebert

Wie sah es vor über 100 Jahren in der Küche einer Handwerkerfamilie aus? Wie lebte man ohne Fernseher, Mikrowelle und Telefon? Warum stehen nur drei Betten in der Wohnung, in der doch acht Personen lebten?

Diesen Fragen gehen die Kinder in der Geburtswohnung Friedrich Eberts nach. Sie entdecken, wie mühsam der Alltag ohne fließendes Wasser, Heizung und Elektrizität war und wie beengt die Familie in der Wohnung lebte und arbeitete. Ausgewählte historische Fotografien verdeutlichen, dass es vielen Arbeitern und Handwerkern ähnlich erging, wenn nicht sogar noch viel schlechter.

Dauer: 45 min

Für Sekundarstufen I und II

Wer war Friedrich Ebert?

Überblicksführung durch die Dauerausstellung „Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten“

Diese Führung bietet einen Streifzug durch das Leben Friedrich Eberts und besonders die Zeit seines politischen Handelns. Angefangen bei seiner Kindheit im kaiserzeitlichen Heidelberg begleiten die Teilnehmer Ebert bei seiner Wanderschaft durch Deutschland, auf der er sich der sozialdemokratischen Partei und der Sattlergewerkschaft anschloss. Sie verfolgen seinen Aufstieg innerhalb der SPD bis hin zu seinem Karrierehöhepunkt als Staatsoberhaupt der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik, für die er sich unermüdlich einsetzte.

Dauer: 60 min



Reichspräsident Friedrich Ebert

Die Amtszeit des ersten deutschen demokratischen Staatsoberhaupts

Die Themenführung legt den Fokus auf die Zeit Friedrich Eberts als Staatsoberhaupt der Weimarer Republik. Sie gibt Antworten auf die Fragen: Wie gelang nach dem Ende des Ersten Weltkriegs die Grundsteinlegung einer Demokratie? Wie füllte Friedrich Ebert das mächtigste Amt der Republik aus? Welche Krisen prägten seine Amtszeit? Welche Erfolge wurden errungen?

Dauer: 60 min



Die Sozialdemokratie als Bewegung der Freiheit und Gleichheit

Der Aufstieg der Arbeiterbewegung bis zur Gründung der Weimarer Republik

Der Aufstieg der Arbeiterbewegung bis zur Gründung der Weimarer Republik
Mitte des 19. Jahrhunderts machte die voranschreitende Industrialisierung  eine Antwort auf die drängende soziale Frage immer notwendiger, weshalb sich die sozial und auch politisch benachteiligte Arbeiterschaft zu organisieren begann.
Es entstand die Sozialdemokratie, die sich 1890 den Namen SPD gab. Sie setzte sich trotz Verfolgung und Sanktionen konsequent für Gleichheit und Freiheit ein und fand regen Zulauf. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs (1914–1918) war die SPD die stärkste Partei im Kaiserreich, wurde jedoch von der Obrigkeit nach wie vor ausgegrenzt und ihre Mitglieder von vielen als „vaterlandslose Gesellen“ diffamiert.
Erst der Erste Weltkrieg sorgte für eine Veränderung. Die SPD gelangte am 9. November 1918 an die Macht, aber auch in die Verantwortung für das durch Krieg und Revolution geschwächte Reich.

Dauer: 60 min



Politik(er) im Fokus

Zwischen Anerkennung und Verunglimpfung

Die Politik und ihre Protagonistinnen und Protagonisten stehen im Fokus der Öffentlichkeit – früher genauso wie heute. Wie vor mehr als hundert Jahren ist das Fluch und Segen zugleich.
Friedrich Ebert gestaltete sein Bild in der Öffentlichkeit bewusst zurückhaltend und im Kontrast zur pompösen kaiserzeitlichen Repräsentation. Doch Republikgegner diffamierten ihn allzu oft mit großem publizistischem Erfolg und griffen ihn gezielt als Symbolfigur der Demokratie mit Hetzkampagnen an. Gerüchte über persönliche Verfehlungen bis hin zum Vorwurf des Landesverrats wurden gestreut, unzählige Karikaturen verunglimpften den Reichspräsidenten. Heute fielen diese Kampagnen unter den Begriff der hate speech.
In der Führung geht es um die Frage, wo Kritik endet und Verunglimpfungen beginnen. Welchen Einfluss können Medien auf das Bild in der Öffentlichkeit haben und welche Gefahren gehen von ihnen aus?

Dauer: 60 min



Frauenleben im Kaiserreich und in der Weimarer Republik

Erste Meilensteine der Frauenemanzipation

In dieser Themenführung nähern sich die Jugendlichen dem Thema des gleichberechtigten Verhältnisses der Geschlechter zueinander an.
Für die meisten Frauen, so auch für Katharina Ebert, die Mutter von Friedrich Ebert, war das Leben im Kaiserreich von engen Rollengrenzen geprägt. Eine höhere Bildung, eigenständige Erwerbstätigkeit oder eine aktive Rolle in der Politik und Öffentlichkeit blieben ihr wie vielen anderen Frauen verwehrt. Doch begannen sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erstmals zahlreiche Frauen an unterschiedlichen Orten zu organisieren. Sie gründeten Frauenvereine und forderten politische Rechte ein. Unterstützung erhielten sie von der SPD.
Am 12. November 1918 führte der Rat der Volksbeauftragten das lang ersehnte Frauenwahlrecht ein. In Paragraf 109 der Weimarer Verfassung heißt es: „Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten". Ein Meilenstein der Emanzipation war erreicht. Mit der wahlrechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau war die Grundlage für soziale Erfolge im Alltag gelegt. In den 1920er Jahren boten veränderte Moralvorstellungen und ein neues weibliches Selbstverständnis neue Möglichkeiten für bisher unvorstellbaren Lebensplanungen. Doch bleibt zu fragen: Was bedeutet die Formel „grundsätzlich“ in diesem Kontext? Wurde tatsächlich eine neue Frau geschaffen?

Dauer: 60 min

Führungsanfragen

Bei Fragen zu den Bildungsinhalten oder für konkrete Projekte kontaktieren Sie bitte Patricia Reister, 06221/910712; patricia.reister@ebert-gedenkstaette.de

Alle Buchungsanfragen richten Sie bitte mindestens sieben Arbeitstage vor dem geplanten Termin an: 06221/9107-17; foyer@ebert-gedenkstaette.de



Die aktuellen Bedingungen und Regeln für Gruppenführungen im Friedrich-Ebert-Haus zur Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemaßgaben entnehmen Sie bitte dem angehängten PDF. 



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Hinweis für den eigenständigen Besuch

Auch wenn Sie keine Führung buchen wollen, bitten wir Sie, Gruppen vorher bei uns anzumelden. Aufgrund des begrenzten Raums im Museum kann es sonst in Spitzenzeiten dazu kommen, dass sich Gruppen mit und ohne Führung gegenseitig beeinträchtigen. Bei vorheriger Anmeldung können wir Ihnen in diesen Fällen rechtzeitig Ausweichtermine vorschlagen.
Gerne können Sie den Audioguide als Web-App vom Smartphone aus abrufen.

Zum Audioguide

 

Kontakt

Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Museum: Pfaffengasse 18
Verwaltung: Untere Straße 27
69117 Heidelberg

Tel.: 06221/9107 - 0

E-Mail:
friedrich@ebert-gedenkstaette.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag: 9 - 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 - 17 Uhr


Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungen

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