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100 Jahre Wahl zum Reichspräsidenten

Weimar, 11. Februar 1919: Die in Weimar tagende Nationalversammlung wählte den SPD-Politiker Friedrich Ebert an die Spitze der von ihm wesentlich mitbegründeten Republik. Als erstes demokratisches Staatsoberhaupt der deutschen Geschichte leistete Ebert bis zu seinem Tod 1925 einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung der jungen Weimarer Demokratie. 

Zum 100. Jubiläum der Wahl Eberts zum Reichspräsidenten bietet die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte 2019 ein vielfältiges Programm an und erinnert damit an Eberts Verdienste in der Gründungsphase der im Inneren instabilen und von außen bedrängten Republik und rückt sein Vermächtnis für die deutsche Demokratiegeschichte in den Mittelpunkt.

Das gesamte Jubiläumsprogramm finden Sie hier.

30 Jahre Friedrich-Ebert-Haus

Am 11. Februar 1989, dem 70. Jahrestag der Wahl Eberts zum Reichspräsident, eröffnete das Friedrich-Ebert-Haus in Anwesenheit von Bundespräsident Richard von Weizsäcker seine Tore. Seit 30 Jahren wird die Geburtswohnung Eberts nun durch eine Ausstellung über sein Leben und Werk ergänzt. So feiern wir 2019 nicht nur das 100. Jubiläum der Wahl Eberts zum Reichspräsidenten, sondern auch das 30. Jubiläum der Eröffnung des Friedrich-Ebert-Hauses.

Mehr zur Geschichte des Friedrich-Ebert-Hauses

Fotomontage: Karikatur von Friedrich Ebert als Dirigent der Arbeiterjugend im Innenhof des Friedrich-Ebert-Hauses

Vorschau:

Sonderausstellung "Demokratie als Lebensform - Eine Wanderausstellung zu Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp"

19. September 2019 bis 10. Mai 2020

Ein Ausstellungsmodul der Sonderausstellung "Demokratie als Lebensform - Eine Wanderausstellung zu Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp"

Die farbenfrohe, interaktive Ausstellung zu Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp ist ab dem 19. September 2019 im Friedrich-Ebert-Haus zu sehen. Die Sonderausstellung zeigt den Weg des ersten Bundespräsidenten und seiner Frau durch fünf Epochen deutscher Geschichte. Anhand zahlreicher Objekte und spielerischer Elemente sind zwei Personen zu entdecken, die sich an den demokratischen und liberalen Vorstellungen ihrer Zeit orientierten und sich auf dieser Grundlage engagiert an der Gestaltung Deutschlands beteiligten.

Der Eintritt und die Führungen sind kostenfrei. Die öffentlichen Führungen entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.
Führungen für Gruppen auf Anfrage.

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Neuerscheinung: Walter Mühlhausen: Friedrich Ebert - sein Leben in Bildern

Bildband von Walter Mühlhausen: Friedrich Ebert - Sein Leben in Bildern

Der Bildband zeichnet die Lebensstationen des Handwerkers, Sozialdemokraten, Republikgründers und Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871–1925) bildlich nach. Das Vorhaben, das Leben eines Mannes von der Geburt bis in den Tod in Bildern zu präsentieren, der in einem Kleinhandwerkerhaushalt im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts aufwuchs und selbst ein Handwerk erlernte, stößt gerade wegen des weitgehenden Fehlens von Fotos aus Kindheit und Jugend an seine Grenzen. Das ist auch bei Friedrich Ebert so, dessen Weg bis zu dem Zeitpunkt, als er in der Revolution 1918 in die Schaltzentralen der Macht und schließlich an die Spitze der ersten Republik gelangte, visuell nur bruchstückhaft unterfüttert werden kann, auch wegen kriegsbedingter Verluste. Für die Zeit von 1918 bis zu seinem frühen Tod bessert sich die Materiallage, jedoch nicht in einem Maße, wie man es eigentlich hätte erwarten können.
Das hat ganz unterschiedliche Gründe, die aus den Zeitumständen und der Fototechnik herrühren, aber auch auf das Amtsverständnis des Protagonisten zurückzuführen sind. Die umfassende Einleitung gibt Einblicke in Repräsentation und Öffentlichkeitsarbeit des Politikers Friedrich Ebert, erläutert die Überlieferungsgeschichte und den Quellenwert des weit verstreut lagernden Bildmaterials.
Der Band ist somit ein Beitrag zur Biografie Friedrich Eberts, aber auch zur allgemeinen Fotogeschichte seiner Zeit. Die hier versammelten Bilder stammen aus öffentlichen Archiven und kommerziellen Bildagenturen sowie aus Privathand. Zudem konnten über Internetportale bislang unbekannte Aufnahmen erworben werden. Die vorliegende Bildbiografie mit rund 400 Aufnahmen, darunter einzigartigen Schnappschüssen, ist eine historische Quellensammlung der besonderen Art, die über das Medium Fotografie Leben und Leistung des sozialdemokratischen Parteiführers und Republikgründers in Erinnerung ruft.

Das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe aus dem Bildband können Sie hier einsehen:

Rückblick auf die Jubiläumsveranstaltungen im Februar 2019 in Berlin

Matinee des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue in Erinnerung an Friedrich Ebert

Vorempfang von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier mit Joachim Gauck und Daniela Schadt sowie den ordentlichen Mitgliedern des Kuratoriums, dem Vorstand und dem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats unserer Stiftung.
Vorempfang von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier mit Joachim Gauck und Daniela Schadt sowie den ordentlichen Mitgliedern des Kuratoriums, dem Vorstand und dem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats unserer Stiftung.

Am 11. Februar 2019 erinnerte Frank-Walter Steinmeier in einer Matinee an den ersten demokratischen Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir diese Veranstaltung mitgestalten durften.

Mehr Informationen zur Matinee

Wissenschaftliche Tagung "Verfassungskultur in der Weimarer Republik" im Deutschen Bundestag vom 11. bis 13. Februar 2019

Die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte veranstaltete im Deutschen Bundestag gemeinsam mit dem Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages vom 11. bis zum 13. Februar das wissenschaftliche Symposium "Verfassungskultur in der Weimarer Republik". Es fand statt im Anschluss an die Matinee des Bundespräsidenten zur Würdigung von Reichspräsident Friedrich Ebert.

Mehr Informationen zur Tagung

Hier ein Tagungsbericht, erschienen in H-Soz-Kult:

Im Rahmen eines Empfangs durch den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Thomas Oppermann, am 12. Februar 2019 wurde der neuerschienene, von Walter Mühlhausen bearbeitete Bildband "Friedrich Ebert. Sein Leben in Bildern" präsentiert.

Walter Mühlhausen mit Thomas Oppermann und Lothar Binding

Das Halbjahresprogramm 2019/I hier:

Medienecho


100 Jahre Wahl zum Reichspräsident - Auf Spurensuche im Friedrich-Ebert-Haus mit dem SWR

Aus Anlass des 100. Jahrestages der Wahl Eberts zum Reichspräsident am 11.02.2019 ging der SWR zusammen mit einer Schulklasse in Eberts Geburtswohnung und in der Daueraustellung unserer Gedenkstätte auf Spurensuche.
Zu sehen ist der Fernsehbeitrag hier.



Dokumentation "100 Jahre Weimarer Republik" auf Phoenix

Guido Knopp war für die Dokumentation "100 Jahre Weimarer Republik" zu Gast im Friedrich-Ebert-Haus und sprach mit Prof. Dr. Walter Mühlhausen.
Ausgestrahlt wurde das Feature am 9. November 2018 auf Phoenix. Wer es verpasst hat oder noch einmal anschauen möchte, kann dies hier tun.

Guido Knopp und Prof. Dr. Walter Mühlhausen in der Geburtswohnung Eberts
Guido Knopp im Hof des Friedrich-Ebert-Hauses



Interview mit Walter Mühlhausen zu Friedrich Ebert im Deutschlandfunk

Unter diesem Link finden Sie das Interview "Friedrich Ebert: Demokrat" mit Walter Mühlhausen; es interviewte Petra Ensminger vom Deutschlandfunk:
https://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html?audioMode=3&audioID=715198&state=  



Friedrich Ebert und die Novemberrevolution - Ein Beitrag bei SWR aktuell 

Welche Rolle spielte Friedrich Ebert bei der Novemberrevolution vor 100 Jahren? War die Weimarer Republik von Anfang an zum Scheitern verurteilt? Dieser und anderen Fragen ging der SWR bei seinem Besuch im Friedrich-Ebert-Haus nach.
Den Beitrag können Sie sich hier anschauen.



Prof. Dr. Walter Mühlhausen im SWR2-Kulturgespräch über Friedrich Ebert und die Rolle der SPD zum Kriegsende 1918

Der SWR2 war zu Besuch im Friedrich-Ebert-Haus und sprach mit Prof. Dr. Walter Mühlhausen über Friedrich Ebert und die Rolle der SPD in der Novemberrevolution von 1918.
Das Interview können Sie sich hier anhören oder als MP3 herunterladen.



"Revolution im Wartesaal? Deutschland vor 100 Jahren" - ein NDR-Feature

Am 4. November 2018 sendete NDR 2 das Feature "Revolution im Wartesaal? Deutschland vor 100 Jahren". Im Gespräch mit Historikern versucht der NDR aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu verstehen, was 1918 geschah, was geleistet wurde und was unterblieb.
Dafür spricht Alexander Salloch mit Dr. Doris Tillmann, der Direktorin des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums und mit Prof. Dr. Robert Gerwarth. Darüber hinaus führt Prof. Dr. Walter Mühlhausen in dem Beitrag ein Streitgespräch mit Klaus Gietinger über die Rolle der Sozialdemokratie in der Revolution. Das Feature können Sie sich hier anhören.


Hier ein Beitrag von der Fondation Jean Jaurès über Friedrich Ebert:

https://jean-jaures.org/nos-productions/les-choix-de-friedrich-ebert


"Wir müssen den Rechsstaat schützen" - Walter Mühlhausen im Interview mit der Rheinpfalz

Am 4. Juli 2019 erschien in der Rheinpfalz ein Interview mit Walter Mühlhausen über Friedrich Ebert. 
Den Artikel können Sie hier lesen:

Vorträge der Mitarbeiter außer Haus

Veranstaltung des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung: "Es lebe die Demokratie! Die Wahl Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten vor 100 Jahren" - Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Walter Mühlhausen

Walter Mühlhausen im Gespräch mit René Schneider und Michael van Meerbeck

Am 14. Mai 2019 war Prof. Dr. Walter Mühlhausen zu Gast bei der Veranstaltung "Es lebe die Demokratie! Die Wahl Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten vor 100 Jahren" des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung in Wesel.
Im Anschluss an seinen Vortrag über "Das Erbe von Friedrich Ebert an die Demokratie in Deutschland" diskutierte Mühlhausen gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten René Schneider und dem Dinslakener Caritas-Direktor Michael van Meerbeck als Sprecher des regionalen "Bündnis für Demokratie und Toleranz" über Entstehung, Gegenwart und Zukunft der Demokratie in Deutschland. 
Wir danken den Organisatoren der Veranstaltung und allen Beteiligten für die lebendige Debatte über den Wandel, die Gefährdung und die Perspektiven der Demokratie.

Rückblick

Sommerfest im Hof: "30 Jahre Friedrich-Ebert-Fest"

Am Samstag, den 6. Juli 2019, feierte die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte das 30. Jubiläum der Eröffnung des Friedrich-Ebert-Hauses mit einem Sommerfest im Innenhof. Seit drei Jahrzehnten vermittelt die Stiftung rund um die Geburtswohnung Eberts und die Dauerausstellung mit vielfältigen Veranstaltungen Einblicke in die Geschichte der Weimarer Republik.

Sommerfest im Hof "30 Jahre Friedrich-Ebert-Haus"

Zunächst sorgten Patricio Padilla & Sol del Sur mit lateinamerikanischen Klängen für gute Stimmung. Im Anschluss gingen Die Zwei von der Klangstelle in ihrem Programm „Mit der leichten Muse gegen das Vergessen. Die 1920er und 30er Jahre“ auf eine musikalische Zeitreise. Der Abend mit Liedern, Melodien und literarischen Kostbarkeiten präsentierte die schillernde Unterhaltung der Goldenen Zwanziger Jahre, zeigte aber auch den Weg in die Unterdrückung während der NS-Diktatur auf.

Patricio Padilla & Sol del Sur
Patricio Padilla & Sol del Sur
Die Zwei von der Klangstelle
Die Zwei von der Klangstelle

Stummfilmvorführung im Hof am 27. Juni 2019: "Sumurun" (1920)

Der Stummfilm "Sumurn" in Innenhof des Friedrich-Ebert-Hauses
Einführung in den Film durch Prof. Dr. Bernd Braun

Am 27. Juni 2019 zeigte die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte im Innenhof des Friedrich-Ebert-Hauses den Stummfilm „Sumurun“ von Ernst Lubitsch aus dem Jahr 1920 in einer restaurierten und mit Musik unterlegten Fassung. Das orientalische Märchen spielt im Bagdad des 9. Jahrhunderts und handelt von Liebe, Eifersucht, schönen Frauen, Mord und Totschlag. Der Film von Lubitsch basiert auf einer Pantomime von Friedrich Freksa, die bereits 1910 von Max Reinhardt verfilmt worden war und erzählt die spannenden Verwicklungen rund um Sumurun, die Lieblingsfrau des Scheichs. 
Wir haben den Filmabend bei traumhaftem Wetter und einer tollen Atmosphäre im Innenhof sehr genossen.

"Erich Kästner trifft Joachim Ringelnatz" - Liederband mit Johannes Göbel und Martin Mock am 6. Juni 2019

Umsturz, Aufbruch und Hoffnungen stehen für die Zeit der Weimarer Republik zwischen zwei Weltkriegskatastrophen. Joachim Ringelnatz (1883-1934) und Erich Kästner (1899-1974) waren Autoren dieser Zeit. Sie waren Zeitgenossen, sind einander aber nie begegnet. 
Johannes Göbel (Rezitation) und Martin Mock (Gitarre & Gesang) sorgten bei ihrem Liederabend „Fantasie von übermorgen: wäre alles so leicht zu lösen. Erich Kästner trifft Joachim Ringelnatz“ am 6. Juni 2019 für eine virtuelle Begegnung der beiden Dichter. Die Texte der beiden Protagonisten verbanden sich zu einem Pas de deux und ergaben ein ergreifendes Zeitbild der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Aktualität der menschlichen, sozialen und politischen Grundwahrheiten überraschte und berührte.

"Demokratie wagen? Baden 1818-1919". Sonderausstellung im Friedrich-Ebert-Haus vom 21. Februar bis 21. April 2019

Plakat zur Sonderausstellung "Demokratie wagen? Baden 1818-1919"


2018 und 2019 gilt es an zwei wichtige Ereignisse der badischen Geschichte zu erinnern: 1818 wurde im Großherzogtum die für ihre Zeit wegweisende, frühkonstitutionelle Verfassung erlassen. 1919 erhielt der Freistaat Baden eine der demokratischsten Verfassungen der Zeit. Die Ausstellung des Generallandesarchivs Karlsruhe „Demokratie wagen? Baden 1818-1919“ zeichnet anhand einer Vielzahl aussagekräftiger und bislang unbekannter Dokumente und Exponate den Weg Badens von der Monarchie zur Republik nach.

Mehr Informationen zur Ausstellung

Internationaler Frauentag am 8. März 2019

Am Internationalen Frauentag durften wir die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Petra Pau bei uns im Friedrich-Ebert-Haus begrüßen. In ihrer Festrede erinnerte Pau an die Einführung des Frauenwahlrechts durch die von Friedrich Ebert geführte Revolutionsregierung 1919, aber auch an die schwierigen Kämpfe bei der Umsetzung der Gleichberechtigung von Mann und Frau - in der Weimarer Republik und in der Bundesrepublik. Sie mahnte, dass auch heute noch viel getan werden müsse für die Gleichberechtigung und zitierte dabei Christine Bergmann: „Wir müssen aufpassen, dass der Zug nicht rückwärts fährt und mühsam errungenes Terrain nicht verloren geht. Nichts ist für immer errungen!“ 
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von "Evas Schwestern". Zum fünften Mal in Folge feierten wir den diesjährigen Internationalen Frauentag gemeinsam mit dem DGB Kreisverband Heidelberg Rhein-Neckar. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.
Am Nachmittag informierte Petra Pau sich bei einer Führung durch die Gedenkstätte über Friedrich Ebert und sein Wirken und trug sich im Rathaus in das goldene Buch der Stadt Heidelberg ein.

Sehen Sie hier einen Bericht zum Besuch von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2019

https://www.mrn-news.de/2019/03/10/heidelberg-ob-eckart-wuerzner-frauenrechte-sind-nicht-nur-am-weltfrauentag-thema-385295/ 

Friedrich-Ebert-Gedächtnis-Vortrag mit Kurt Beck am 28. Februar 2019

Am 28. Februar, dem Todestag Friedrich Eberts, erinnerte die Stiftung mit dem jährlichen Friedrich-Ebert-Gedächtnis-Vortrag an das Leben und Werk ihres Namensgebers. 
In diesem Jahr, in dem wir den 100. Jahrestag der Wahl Eberts zum Reichspräsidenten feiern, konnten wir Kurt Beck, den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz und Vorstandsvorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung (Bonn/Berlin), für den Vortrag gewinnen. Beck sprach über Ebert als Staatsmann, Sozialdemokrat und Mensch. Dabei arbeitete er besonders den Gegenwartsbezug der Geschichte der Weimarer Republik heraus und betonte, warum die Erinnerung an Friedrich Ebert auch heute noch wichtig ist.

Am Nachmittag fand auf dem Heidelberger Bergfriedhof bei strahlendem Sonnenschein die traditionelle Kranzniederlegung am Grab von Friedrich Ebert statt. Am Grab sprachen Kurt Beck, der Heidelberger Oberbürgermeister und Kuratoriumsvorsitzende unserer Stiftung Eckart Würzner sowie Leni Breymeier, MdB.
 

Friedrich-Ebert-Fest am 17. Februar 2019

Nachdem wir vom 11. bis 13. Februar bei der Matinee des Bundespräsidenten und bei der wissenschaftlichen Tagung "Verfassungskultur in der Weimarer Republik" in Berlin an den 100. Jahrestag der Wahl Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten erinnert haben, wurde es am darauf folgenden Wochenende beim Friedrich-Ebert-Fest bei uns im Heidelberger Friedrich-Ebert-Haus deutlich lauter und bunter.
Den Auftakt des Fests machte Jo van Nelsen mit seinem Programm "Solang nicht die Hose am Kronleuchter hängt …!". Begleitet am Klavier von Bernd Schmidt präsentierte van Nelsen die witzigsten, frivolsten und absurdesten Schlager und Chansons der Jahre 1919 bis 1933 und sorgte damit beim Publikum für viel Begeisterung und Applaus, unzählige wippende Füße und viele Lacher.
Im Anschluss konnten sich die Besucher mit leckerer Gulasch- und vegetarischer Linsensuppe aus der Gulaschkanone für das weitere Programm stärken: Für gute Stimmung sorgte am frühen Nachmittag das Saxophon-Ensemble der Musikschule Rastatt mit bekannten Hits der Musikgeschichte. Bei der Ebert-Rallye durch die Geburtswohnung Eberts und "sein" Viertel begaben die Teilnehmer sich auf die Spuren Eberts.
Wie Friedrich Ebert als Kind in einem Fass die Pfaffengasse runterrollte, war nur eine der Anekdoten, die der Geschichtenerzähler Dirk Nowakowski bei seinem Familiennachmittag "Geschichten aus der Pfaffengasse" zum besten gab. Im Anschluss an die Erzählstunde konnten die Besucher Stoffbälle, Wunderscheiben und Brummknöpfe basteln, die gleich begeistert getestet wurden.

Neujahrsempfang mit Johannes Kahrs am 21. Januar 2019

Am 21. Januar 2019 ließ die Stiftung auf ihrem Neujahrsempfang die Arbeit des zurückliegenden Jahres Revue passieren und bot zugleich eine Vorschau auf künftige Aktivitäten und Vorhaben.

Darüber hinaus widmete sich Johannes Kahrs, seit über 20 Jahren Mitglied des Deutschen Bundestages, in seinem Festvortrag einem Vergleich der zwei deutschen Demokratien im 20. Jahrhundert. Johannes Kahrs ist Haushaltspolitscher Sprecher der SPD, Sprecher des Seeheimer Kreises sowie u. a. Vorsitzender des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold.

Volles Haus am Tag der Revolution

Der "Tag der Revolution" am 11. November im Friedrich-Ebert-Haus war ein voller Erfolg. Über 150 Besucher lauschten dem Vortrag und Gesang der Heidelberger Schauspielerin Barbara Kosariszuk und dem Akkordeonisten Werner Ziegler über Kurt Tuchsolsky und Erich Kästner. Die provokanten, spöttischen und ironischen Texte der beiden Autoren sorgten für viele Lacher. Maria Stumpf von der Rhein-Neckar-Zeitung schrieb: "Es gelang Kosariszuk mit ihrer Auswahl an Gedichten und Vertonungen in lockerer Folge ganz wunderbar, die Unterscheide beider Autoren aufzuzeigen, Ziegler passte sich mit beseeltem Akkordeon ihrer metallisch vibrierenden Stimme fabelhaft an."
Die Suppe aus der Gulaschkanone im Anschluss sorgte für lange Schlangen.
Bei der Ebert-Rallye durch Eberts Geburtswohnung und "sein" Viertel hatten die teilnehmenden Kinder und Erwachsene bei den zu lösenden Aufgaben und Rätseln viel Spaß. Auch die abschließende Themenführung "100 Jahre Revolution" stieß auf großes Interesse.

Podiumsdiskussion "November 1918 - Eine deutsche Revolution" ein voller Erfolg

Die Podiumsdiskussion am 30. Oktober 2018 unter dem Titel "November 1918 - Eine deutsche Revolution" lockte viele Besucher ins Friedrich-Ebert-Haus.
Die Historiker Prof. Dr. Moritz Föllmer, Prof. Dr. Alexander Gallus, Prof. Dr. Robert Gerwarth und Prof. Dr. Mike Schmeitzner diskutierten unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Schumann den aktuellen Forschungsstand zur Novemberrevolution 1918. Das rege Interesse der Besucher zeigte sich auch an den vielen spannenden Fragen aus dem Publikum.

Rückblick auf die Vorträge der Vortragsreihe "100 Jahre Republik in Deutschland und Europa"


Den Auftakt der Vortragsreihe "100 Jahre Republik in Deutschland und Europa" zum 100. Jubiläum der Novemberrevolution 1918 machte Prof. Dr. Lothar Machtan. Am 16. Oktober 2018 stellte Lothar Machtan sein Buch "Kaisersturz" vor.

Den zweite Vortrag der Reihe hielt der ausgewiesene Kenner der badischen Landesgeschichte Prof. Dr. Frank Engehausen. Unter dem Titel „Politischer Systemwechsel auf harmonische Art? Baden im Übergang von der Monarchie zur Republik 1918/19“ ging er der Frage nach, inwiefern sich in Baden der Sturz des Großherzogs Friedrich II. entsprechend der liberalen Tradition im Südwesten reibungsloser und unspektakulärer abspielte als in den übrigen deutschen Monarchien. 

Am 13. November beschäftigte sich Prof. Dr. Ursula Rombeck-Jaschinski mit König Wilhelm II. und dem Ende der Monarchie in Württemberg. Auch der letzte König der Württemberger hieß Wilhelm II. Doch war er so ganz anders geartet als der gleichnamige preußische König und Kaiser. Wenn er mit seinen beiden Hunden durch Stuttgart spazierte, bekam er schon einmal die Anrede „Grüß Gott, Herr König!“ zu hören. Rombeck-Jaschinksi schilderte unter anderem, wie der volksnahe König Wilhelm II. von Abordnungen des Soldatenrats zur Abdankung gezwungen wurde und im Anschluss sicheres Geleit zum Jagdschloss Bebenhausen bei Tübingen erhielt. 

Am 20. November sprach Prof. Dr. Matthias Stadelmann im Friedrich-Ebert-Haus zum Thema „Strukturprobleme oder persönliche Überforderung? Nikolaj II. und das Ende des Russischen Reiches“. Damit wendete sich der zweite Teil der sechsteiligen Vortragsreihe der Situation in Europa zu. Keine andere Dynastie, kein anderer Herrscher in Europa hat im 20. Jahrhundert für seine politischen Fehler und seine Reformverweigerung derart bezahlen müssen wie der letzte russische Zar und seine Familie. Ihre Ermordung am 17. Juli 1918 schürte in Westeuropa und vor allem in Deutschland die Furcht vor dem Bolschewismus.

Dr. Johannes Zimmermann befasste sich am 27. November im fünften Vortrag der Reihe mit dem Ende des Osmanischen Reichs und der Gründung der Republik Türkei. Als Folge der verheerenden Niederlage im Ersten Weltkrieg verlor das Osmanische Reich nicht nur fast alle seine Territorien in Europa, sondern mit einigen Jahren Verzögerung 1923 auch seine Monarchie. In diesem Jahr wurde die Republik Türkei gegründet. 1924 wurde auch das Kalifat abgeschafft und die Mitglieder der Familie Osman mussten das Land verlassen. 

Mit Dr. Vladimír Špidla konnte das Friedrich-Ebert-Haus einen prominenten Redner für den Abschluss der sechsteiligen Vortragsreihe „100 Jahre Republik in Deutschland und Europa“ am 4. Dezember 2018 gewinnen. Der ehemalige tschechische Ministerpräsident und EU-Kommissar sprach über die Gründung der Tschechoslowakei nach dem Untergang des Österreich-Ungarischen Vielvölkerstaats im Herbst 1918. 


Unter Rückschau steht Ihnen ein ausführlicher Rückblick auf vergangene Veranstaltungen zur Verfügung.

Sie sind auch herzlich zu einem virtuellen Rundgang eingeladen. Folgen Sie hierzu diesem Link: Virtueller Rundgang

 

Kontakt

Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Museum: Pfaffengasse 18
Verwaltung: Untere Straße 27
69117 Heidelberg

Tel.: 06221/9107 - 0

E-Mail:
friedrich@ebert-gedenkstaette.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag: 9 - 18 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 - 18 Uhr

Am Dienstag, den 23. Juli 2019, hat die Gedenkstätte aufgrund unseres jährlichen Betriebsausfluges geschlossen.

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