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Herzlich Willkommen im Friedrich-Ebert-Haus!

Aktuelle Informationen zum Museumsbesuch unter Corona-Bedingungen

Seit dem 3. April 2022 sind bundesweit die meisten Schutzmaßnahmen auf Basis des geänderten Infektionsschutzgesetzes außer Kraft. Aufgrund unserer Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitenden sowie den Besuchenden bitten wir alle Besuchenden weiterhin eine Maske beim Besuch im Haus zu tragen. 

Mit Nelke Nelly auf den Spuren der demokratischen Grundwerte

Theaterpädagogik im Friedrich-Ebert-Haus

Der zweiteilige Workshop für Grundschulen startet mit einer theaterpädagogischen Einheit im eigenen Klassenzimmer in der Schule. Dort erarbeitet die freiberufliche Theaterpädagogin Nelly Noack mit den Kindern spielerisch verschiedene demokratische Grundwerte. In Theaterübungen werden die Kinder selbst aktiv und stellen Bezüge zur ihrer eigenen Lebenswelt her. Welche Rolle spielen Werte wie etwa Freiheit, Gerechtigkeit oder Gleichberechtigung im Leben der Kinder? Die Nelke Nelly, eine Handpuppe, begleitet die Kinder bei Ihrer Entdeckungsreise.

Daran anknüpfend wird bei einem Besuch des Friedrich-Ebert-Hauses die Person Friedrich Ebert und sein Kampf für die demokratischen Grundwerte in den Mittelpunkt gestellt. Was waren Friedrich Eberts Ziele? Wie hat er dafür gekämpft und was hat er erreicht? Im Anschluss an die Führung durch das Haus basteln die Kinder eine Nelke Nelly zum Anstecken und können Nelly-Bilder ausmalen.

Dieses neuartige Angebot ist für Grundschulklassen in Heidelberg kostenfrei. Für Schulen aus dem Umkreis fallen lediglich die Fahrtkosten an. Es empfiehlt sich die Buchung für zwei Klassen hintereinander.
Die Einheiten haben jeweils eine Dauer von 90 Minuten.
 
Kontakt:
Tel.: 06221-910717
E-Mail: foyer@ebert-gedenkstaette.de

Sonderausstellung: Helmut Schmidt - 100 Jahre in 100 Bildern

7. April bis 24. Juli im Friedrich-Ebert-Haus

Helmut Schmidt in der Redaktion DIE ZEIT, 2000
Foto: Uwe Aufderheide – Helmut Schmidt in der Redaktion DIE ZEIT, 2000

Die Fotoausstellung „Helmut Schmidt – 100 Jahre in 100 Bildern“ zeichnet die facettenreiche Biografie Helmut Schmidts in einer spannenden Retrospektive nach und führt zugleich durch 100 Jahre deutsche Zeitgeschichte. Die Bilder bieten einen einzigartigen Überblick über ein Jahrhundertleben und stellen den Politiker, Publizisten und Elder Statesman persönlich vor, ebenso wie die für ihn zentralen Themen und zeitgeschichtlichen Ereignisse.
Mehr Informationen

Vortragsreihe: Ebert & Co. Neue Forschungen zur deutschen Geschichte zwischen Kaiserreich und Weimar

Die Vortragsreihe "Ebert & Co. Neue Forschungen zur deutschen Geschichte zwischen Kaiserreich und Weimar" bündelt innovative neuere Forschungen zur Zeit Friedrich Eberts.
Indem bewusst die Lebenszeit Friedrich Eberts von 1871 bis 1925 in den Mittelpunkt gerückt wird, richtet sich das Augenmerk automatisch auf die Frage nach Kontinuitäten, Traditionslinien und Brüchen in der deutschen Geschichte zwischen Kaiserreich, Erstem Weltkrieg und Weimarer Republik. So soll nicht zuletzt ein besseres Verständnis für den Ausgangsrahmen und die Bedingungsfaktoren der ersten deutschen Demokratie geschaffen werden.




Übersicht der Vorträge

26. April 2022
Stefan Paulus: Otto Meissner – Beamter oder Chamäleon? Als Staatssekretär an der Seite Eberts, Hindenburgs und Hitlers
 
17. Mai 2022
Folker Reichert: Carl Erdmann (1898-1945): Das Schicksal eines unangepassten Historikers (Podiumsgespräch)
 
1. Juni 2022
Mathias Häußler: Deutschland er/fahren: Die Entstehung des modernen Tourismus am Beispiel deutscher Kurstädte 1850-1920
 
19. Juli 2022
Sina Fabian: Trinken oder nicht Trinken? Debatten um den Umgang mit Alkohol im Kaiserreich und in der Weimarer Republik
 
14. September 2022
Eva Gajek: "Aus welchem Grund sind die Millionäre aus der Mode gekommen?" Eine Wissensgeschichte von Reichtum und Reichen zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik
 
Beginn jeweils um 19 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

"Rethinking Liberal Europe: Ideas of Europe and Notions of Freedom between 1848 and 1945"

Konferenz in Turin, 29. Juni bis 1. Juli 2022

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2022 veranstaltet die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert Gedenkstätte gemeinsam mit dem italienischen Wissenschaftszentrum Fondazione Luigi Einaudi onlus sowie einem internationalen Forschungsnetzwerk zur Geschichte von Europaideen und in Kooperation mit der Villa Vigoni e.V. – Deutsch-italienisches Zentrum für den europäischen Dialog eine Konferenz unter dem Titel „Rethinking Liberal Europe: Ideas of Europe and Notions of Freedom between 1848 and 1945“ in Turin. Ziel ist es, neue Perspektiven auf die Blüte liberaldemokratischer Europavorstellungen im Zeitalter des Nationalismus zu werfen. Konkret soll analysiert werden, wie Ideen von europäischer Kooperation und Einheit sowie Konzeptionen von Freiheit zusammenwirkten, ein hochaktuelles Thema mit langen historischen Wurzeln.

Eine Online-Teilnahme ist möglich: https://bit.ly/FLEYouTube


Kontakt in der Stiftung: florian.greiner@ebert-gedenkstaette.de.

Das Tagungsprogramm findet sich hier.

Friedrich-Ebert-Gedächtnis-Vortrag von Martin Schulz

Am 2. Mai 2022 sprach Martin Schulz, Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, im Heidelberger Friedrich-Ebert-Haus zum Thema „Vereinigte Staaten von Europa bis Zeitenwende – Aktuelle Herausforderungen europäischer Politik in Zeiten wachsender Kriegsrisiken“.
Vor dem Hintergrund von Russlands Angriff auf die Ukraine thematisierte er die Rolle der EU in diesem Konflikt und die EU-Außenpolitik im Allgemeinen. Außerdem betonte er die Wichtigkeit von Bildungsgerechtigkeit und gelebter Demokratie und spannte dabei einen Bogen von Friedrich Eberts Amtszeit als Reichspräsident zur Politik von heute.

Prof. Dr. Walter Mühlhausen: "Die Ausrufung der Republik am 9. November 1918 durch Philipp Scheidemann"

In der Reihe "Die Geschichte hinter dem Bild" der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen ist die Broschüre von Prof. Dr. Walter Mühlhausen über "Die Ausrufung der Republik am 9. November 1918 durch Philipp Scheidemann" erschienen. Im Video stellt Mühlhausen die Broschüre vor.

Kranzniederlegung am Grab Friedrich Eberts

Hinweisschild zum Grab Friedrich Eberts auf dem Heidelberger Bergfriedhof

Am 11. Februar 1919 wählte die in Weimar tagende Nationalversammlung Friedrich Ebert zum Präsidenten der von ihm wesentlich mitgebegründeten Republik. Als erstes demokratisches Staatsoberhaupt der deutschen Geschichte leistete Ebert bis zu seinem Tod 1925 einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung der jungen Weimarer Demokratie.

Am 11. Februar 2022 erinnerte unsere Stiftung mit einer Kranzniederlegung auf dem Heidelberger Bergfriedhof an den großen Sozialdemokraten und Staatsmann Friedrich Ebert.
Am Grab sprachen zwei Mitglieder unseres Kuratoriums: der Heidelberger Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und MdB a. D. Lothar Binding.


Der traditionelle Friedrich-Ebert-Gedächtnis-Vortrag wird im Frühjahr nachgeholt.

Die Mitglieder der AG Orte der Demokratiegeschichte stellen sich vor

Unsere Stiftung ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte. Eine dreibändige Broschüren-Reihe stellt die Arbeit der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft vor. In Band 2 „Demokratie etablieren und leben“ erfahren Sie unter anderem, was das Friedrich-Ebert-Haus zu einem Ort der Demokratiegeschichte macht und was uns mit der Etablierung der Demokratie in der Geschichte verbindet.
Die Hefte stehen auf der Seite des Vereins Gegen Vergessen - Für Demokratie kostenlos zum Download bereit.

Beitrag zur Online-Jubiläumshow "Tag der Weimarer Republik"

Friedrich Eberts Stockdegen
Logo für den Tag der Weimarer Republik

Am 6. Februar jährte sich der Zusammentritt der verfassunggebenden Nationalversammlung in Weimar zum 103. Mal. Diesen Tag, den Tag der Weimarer Republik, nahm der Weimarer Republik e.V. zum Anlass, um den politischen und gesellschaftlichen Neubeginn des Jahres 1919 mit einer Online-Jubiläumsshow zu feiern. Die Online-Jubiläumsshow mit Kurzimpulsen, Lesungen, Schauspiel und Musik fand am 6. Februar statt.
Unsere Stiftung beteiligte sich mit einem Beitrag über den Stockdegen von Friedrich Ebert und die Gefahren für die demokratischen Politiker der Weimarer Republik.

Mitschnitt der Show: https://www.youtube.com/watch?v=tCFYojQutK0

Neujahrsgrüße als Video

Auch in diesem Jahr kann unser traditioneller Neujahrsempfang leider coronabedingt nicht in bekannter Form bei uns im Friedrich-Ebert-Haus stattfinden. Daher wirft Prof. Dr. Walter Mühlhausen, Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der Stiftung, in einer Videobotschaft einen Blick auf unsere Arbeit im vergangenen Jahr und gibt einen Ausblick auf 2022.

Mit der Nelke Nelly das Friedrich-Ebert-Haus entdecken

Audioguide-Kindertour

Gezeichnete Nelke mit Gesicht und Händen vor dem Eingang des Friedrich-Ebert-Hauses

In der für Kinder entwickelten Tour unseres Audioguides führt die (Stoff-)Nelke Nelly durch die Ausstellung und erzählt aus Friedrich Eberts Leben. Nelly berichtet zu Beginn, wie Ebert sie als Kind aus einem Stück Stoff gebastelt hat, das er bei seinem Vater stibitzt hat. Seither begleitete sie ihn auf seinem Lebensweg.
Die Kindertour dauert etwa 30 Minuten und kann wie die Tour für Erwachsenen direkt im Browser auf dem eigenen Smartphone aufgerufen werden. Die einzelnen Stationen sind in der Ausstellung mit Hinweisschildern gekennzeichnet.

ZUM AUDIOGUIDE

Nelly-Malbuch

Foto vom Nelly-Malbuch mit Buntstiften

Ausgehend von unserem Kinder-Audioguide ist ein Nelly-Malbuch für Kinder entstanden. 17 Malvorlagen und leicht verständliche, kurze Erläuterungen bringen Kindern im Alter von fünf bis zehn Jahren die wichtigsten Stationen im Leben von Friedrich Ebert näher.  
Das Malbuch kann im Friedrich-Ebert-Haus kostenlos mitgenommen werden. Bei größeren Mengen erheben wir eine Schutzgebühr von einem Euro pro Exemplar. Bestellungen per E-Mail an friedrich@ebert-gedenkstaette.de.

Plakatsammlung der Stiftung bei museum-digital.de

Die Plakatsammlung unserer Stiftung ist ab sofort bei museum-digital.de einsehbar. museum-digital ist ein Projekt von Museen zur gemeinsamen digitalen Präsentation von Museumsobjekten. Eine Veröffentlichung von weiteren Objekten der Stiftung ist geplant. 

Filmtipp: ZDF-History - Streit ums Reich: Der Sattler gegen den Kaiser

Porträts von Kaiser Wilhelm II. und Friedrich Ebert
Zwei Männer, wie sie gegensätzlicher kaum sein konnten: Kaiser Wilhelm II. und der Sozialdemokrat Friedrich Ebert.
©: ZDF/Archivbild

Am 12. Dezember 2021 strahlte das ZDF in der Reihe ZDF-History einen Film über Kaiser Wilhelm II. und Friedrich Ebert aus, der nun in der ZDF-Mediathek abrufbar ist. Der Film zeigt anhand der Hauptakteure die grundlegenden Gegensätze, die das Kaiserreich ausmachten - zwischen Tradition und Aufbruch, Frieden und Krieg. In dem Film finden sich Interviewbeiträge unseres Geschäftsführers Prof. Dr. Walter Mühlhausen und unseres wissenschaftlichen Mitarbeiters Prof. Dr. Bernd Braun.

Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft "Orte der Demokratiegeschichte"

Foto: Bundesregierung / Guido Bergmann

Am 7. und 8. Oktober fand in Berlin die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Wahrnehmung der deutschen Demokratie- und Freiheitsgeschichte zu fördern. An der Jahreskonferenz nahm für die Stiftung Walter Mühlhausen teil. 79 Mitglieder gehören inzwischen der AG an, die in Berlin nicht nur über Inhaltliches diskutierten, sondern auch Entwicklungsperspektiven für die Zukunft der AG erörterten. Höhepunkt der Zusammenkunft war der Empfang durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue.

Virtueller Rundgang

Einen virtuellen Rundgang durch die Geburtswohnung Eberts finden Sie auf der Seite Leo BW des Landearchivs Baden-Württemberg.



Einblicke ins Friedrich-Ebert-Haus

Das Video gibt allen Interessierten ein paar Eindrücke aus unserer Ausstellung.
Weitere Videos zu einzelnen Ausstellungstationen finden Sie hier.

Video: Linus Maletz, Lisanne Bruckert, Joachim Brenner

Ort der Demokratiegeschichte

Ein bundesweites Projekt hat die Friedrich-Ebert-Gedenkstätte als Ort der Demokratiegeschichte identifiziert. Sie gehört zu einer ersten Liste mit 100 Standorten, an denen die lange und wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland beispielhaft ablesbar ist. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“ und mit Förderung durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien hat der in Weimar ansässige Weimarer Republik e.V. die Liste erarbeitet und auf der Internetplattform www.demokratie-geschichte.de der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

„Wir laden dazu ein, in den einzelnen Regionen nach den Wurzeln unserer heutigen Demokratie zu suchen“, erklärt Projektleiter Dr. Markus Lang. Die Geschichte der deutschen Demokratie sei noch immer relativ unbekannt; zahlreiche Orte, an denen wichtige Ereignisse auf dem Weg zu Freiheit, Grundrechten und Partizipation stattfanden, seien in Vergessenheit geraten. Sie besser zu kennen, wäre für die Bundesrepublik ein großer Gewinn, denn dadurch werde deutlich: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern wurde erkämpft und muss tagtäglich verteidigt werden. Die nunmehr aufgestellte Liste ist nur ein erster Schritt, schon in Kürze wird es Ergänzungen geben. In den nächsten Jahren sollen die Orte der Demokratiegeschichte zudem stärker beworben und auch miteinander vernetzt werden, damit die Wurzeln unserer heutigen Demokratie besser sichtbar werden.

Neuerscheinungen:

Walter Mühlhausen: Friedrich Ebert. Ein Heft zur Erinnerung an den ersten Reichspräsidenten (Ebert Pocket)

2. erw. Auflage, Heidelberg 2022
Schutzgebühr 2,00 Euro
ISBN: 978-3-928880-63-3

Wer sich schnell über Friedrich Ebert informieren will, dem sei dieses "Ebert Pocket" empfohlen. Die erste, rote Auflage des Ebert-Hefts im Hosentaschenformat wurde wesentlich erweitert und veranschaulicht nun auf 60 Seiten seinen einzigartigen Lebensweg in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund seiner Zeit. 

Walter Mühlhausen: Friedrich Ebert. Stationen seines Lebens (Ebert Pocket)

Heidelberg 2021
60 Seiten
Schutzgebühr 2,00 Euro
ISBN: 978-3-928880-62-6

Vom "Sattlergesellen zum Staatsoberhaupt" - das sind die Wegmarken im Lebenslauf des Schneidersohnes Friedrich Ebert (1871-1925), der als erster Reichspräsident von 1919 bis 1925 an der Spitze der wesentlich von ihm mitbegründeten Weimarer Republik stand. Es war kein gradliniger Weg von der engen Wohnung in der Heidelberger Pfaffengasse bis in das Berliner Regierungszentrum. Geleitet von einem hohen Verantwortungsbewusstsein und dem Streben nach einer sozialen demokratischen Gesellschaft stellte er die Weichen in die erste deutsche Demokratie.
Die Stationen dieses einzigartigen Lebensweges in der neueren deutschen Geschichte finden sich in diesem Heft im Westentaschenformat schlaglichtartig nachgezeichnet. Dabei wird auch manch Unbekanntes aus dem Leben es SPD-Vorsitzenden, Republikgründers und ersten demokratischen deutschen Staatsoberhaupt präsentiert.

Es lebe die Republik? Der Erste Weltkrieg und das Ende der Monarchien in Deutschland und Europa

(Schriftenreihe Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte; Band 19)

Herausgegeben von Prof. Dr. Bernd Braun

Göttingen 2021
268 Seiten, mit 6 Abb.
45,00 Euro
ISBN: 978-3-525-31130-1

Bis 1918 bildeten Republiken die absolute Ausnahme im Staatensystem Europas. Die Vorherrschaft der Monarchien wurde durch den Ersten Weltkrieg beendet. Während die Demokratien in Europa reihenweise autoritären Regimen oder blutigen Diktaturen weichen mussten, blieb die republikanische Staatsform unangetastet. Kein Land, in dem sie durch den Ersten Weltkrieg beseitigt wurde, machte die Zäsur rückgängig. Die Beiträge dieses Sammelbandes werfen einen Blick über den deutschen Tellerrand hinaus und eröffnen neue Perspektiven und Ansätze für eine vergleichende europäische Geschichtsschreibung.

Demokratie versuchen. Die Verfassung in der politischen Kultur der Weimarer Republik

(Schriftenreihe Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte; Band 18)

Herausgegeben von Prof. Dr. Dirk Schumann, Prof. Dr. Christoph Gusy und Prof. Dr. Walter Mühlhausen

Göttingen 2021
391 Seiten, mit 16 Abb.
40,00 Euro
ISBN: 978-3-525-31129-5

Der breit angelegte Band entwickelt eine neue Perspektive auf die politische Kultur der Weimarer Republik, indem er die Verfassung in ihren Kontext stellt und so einen tiefenscharfen Blick auf Mentalitäten, Kommunikationsformen, Symbole und institutionelles Handeln der Zeit wirft. Im Mittelpunkt steht nicht der Verfassungstext, sondern die Handhabung der Verfassung durch zentrale Akteure und ihre mentalitätsgeschichtliche Aneignung durch Volk und Eliten. Der interdisziplinär angelegte, allgemein-historische und rechtsgeschichtliche Beiträge kombinierende Band verleiht der Forschung neue Impulse.

Walter Mühlhausen: Hessen in der Weimarer Republik. Politische Geschichte 1918 – 1933

Wiesbaden 2021
280 Seiten
20,00 Euro
ISBN: 978-3-7374-0491-4

Kaum eine Periode der Deutschen Geschichte scheint heute so gut erforscht zu sein wie die 14 Jahre der ersten deutschen Demokratie, die 1933 durch die nationalsozialistische Diktatur zerstört wurde. Dabei wurde diese Zeit lange als Zwischenkriegszeit, Nachgeschichte des Kaiserreichs und Vorgeschichte zur Diktatur, gar als totgeborenes Kind der Revolution gesehen. Demgegenüber gilt die Weimarer Republik heute als eigenständige Epoche mit Entwicklungspotenzial und eigenen Erfolgen, die es vor allem geschafft hat, ihre turbulenten Anfangsjahre zu überleben. Im Fokus auf die Konflikte des Reiches ist die Darstellung der Geschichte seiner einzelnen Länder lange Zeit vernachlässigt worden, wird jedoch nun zunehmend zum Gegenstand von Betrachtungen. Walter Mühlhausens Buch zur Geschichte Hessens in der Weimarer Republik nimmt zwar einen Raum in den Blick, der als politische Einheit erst seit 1945 in den heutigen Grenzen besteht, aber sich auch davor schon durch historische, ideelle und institutionelle Verschränkungen auszeichnete. Ungeachtet der politischen Gliederung nach dem Ersten Weltkrieg zeichnete sich das Hessen, wie wir es heute kennen, als eine demokratische Bastion aus, die den antidemokratischen Stürmen lange Zeit trotzte. Präsentiert wird die politische Geschichte Hessens in den Jahren 1919 bis 1933 unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und sozialer Entwicklungen.

 

Kontakt

Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Museum: Pfaffengasse 18
Verwaltung: Untere Straße 27
69117 Heidelberg

Tel.: 06221/9107 - 0

E-Mail:
friedrich@ebert-gedenkstaette.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag: 9 - 18 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 - 18 Uhr


Der Eintritt ist frei.

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